Nachdem Ostern der Saisonabschluss hier auf der Sirdal Huskyfarm war, wurde das Wochenende danach, 10./11.4. zum Winterabschluss für unser Team.
Am Samstagmorgen waren die Rucksäcke, das Essen und die Hunde mit der gesamten Ausrüstung gepackt und wir fuhren los Richtung Suleskarveien (Berglandschaft).
Links und rechts der Strasse waren zum Teil Schneewände von rund 2,5 – 3m!
Nachdem wir angehalten haben wurde das Gepäck auf den Schneescooteranhängern verstaut. Noch war es ruhig, keine Menschen weit und breit, keine Autos – nichts.
Wir bereiteten die Schlitten und uns vor. Florian und ich wollten zeigen, was wir in dieser Saison gelernt haben. Zusammen mit unserer Praktikantin Cornelia zogen wir den einzelnen Hunden ein Zuggeschirr an, das heulen und bellen wurde immer lauter. Die Hunde waren voller Vorfreude – und wir natürlich auch!
Als wir Cornelias Gespann fertig hatten, konnte sie losfahren. Sie wurde von Odd auf dem Schneescooter begleitet. Alles lief soweit gut!
Nun waren Florian und ich alleine. Zusammen machten wir mein Gespann klar und schon kurz darauf sauste ich Cornelias Schlitten hinterher. Ich wurde natürlich von Florian begleitet, der das erste Mal ganz alleine mit dem Schneescooter zur Berghütte fahren durfte. Gekonnt leitete er mein Hundegespann und mich durch schwierige Passagen, wie zum Beispiel durch knietiefes Überwasser (Wasser das auf der Eisdecke liegt) oder feuerte mein Team an, als es fast senkrecht den Berg hoch ging.
Es war ein tolles Gefühl. Nach traumhafter Berglandschaft, guter Zusammenarbeit und einem schnellen und fleissigem Huskyteam vor dem Schlitten kam ich zufrieden und glücklich auf Sigurdsheller an. Die Hunde wurden zum Dank für die schöne Tour ausgiebig geknuddelt und anschliessend an den Steak Out gebracht. Das ist eine lange Kette, die man auf der Tour braucht, um die Hunde bei längeren Pausen oder über Nacht, anzubinden.
Anschliessend war sonnen und geniessen angesagt. Im T-Shirt, BH oder Oben ohne lagen oder sassen wir an der Hüttenwand und genossen das herrliche Wetter und die Abgeschiedenheit. Nach „Pölse med bröd“ oder in der Schweiz als Hot Dogs bekannt (Nein, die Huskys leben alle noch!), verbrachten wir danach einen gemütlichen Abend in der Berghütte.
Am Morgen wurde uns dann von Odd einen Kaffee ans Bett serviert und später ein feines Frühstück mit Spiegelei und Speck aufgetischt.
Auch diesen Tag genossen wir in vollen Zügen, es war einfach herrlich, nach einer doch recht hektischen Wintersaison, einfach mal nur „rumzusitzen“ und es sich gut gehen lassen. Auch die Hunde rekelten sich in der Sonne und wirkten zufrieden.
Am späteren Nachmittag machten dann Cornelia, Florian und ich erneut die Schlitten startklar. Diesmal begleitete Florian uns beide mit dem Scooter bis zum Auto/Anhänger zurück. Odd blieb alleine in der Hütte zurück und räumte noch fertig auf. Er kam dann etwas später nach.
Auch auf der Rückfahrt konnte ich nur stolz sein auf mein Team. Alle waren sehr schnell und kräftig. Wir vertrauten einander und so wurde dies zu einer wunderschönen Schlittenfahrt!
Am Ziel angekommen noch ein letzter lauter Jubelschrei von Cornelia und mir – und dann ging es zurück in die Zivilisation…
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