Sonntag, 20. Dezember 2009

der erste richige Schnee


Juhui, endlich haben wir wirklich nennenswerten Schnee gekriegt und zwar grad 40 cm aufs mal!
Zum Glück, denn heute hatten wir eine Familie mit zwei Kindern, die eine Hundeschlittenfahrt auf der Farm gebucht hatte.
Die Hunde waren richtig aufgeregt und voller Vorfreude. Zuerst durften die Gäste die Hunde begrüssen und schnuppern lassen. Die beiden Kinder, ca. 5 und 8 jährig waren erst etwas zurückhaltend doch mit der Zeit tauten sie sehr auf und hatten einen riesen Spass mit den Vierbeinern.
Nachdem Odd den Schlitten, das Zubehör und die wichtigsten Fahrregeln erklärt hatte, ging es los.
Nachdem Vater und Mutter ohne Sturz einmal auf der Rundloipe waren, wollten sich auch die beiden Kinder versuchen. Die Tochter schaffte die Runde ohne Probleme und mit einem stolzen Lächeln im Gesicht. Der kleine, 5-jährige Sohn fiel kurz vor dem Ende in den weichen Schnee, er versank total man hörte nur noch sein lachen...
Zu Fuss wieder bei uns angelangt demonstrierte er gleich nochmals, wie er gefallen war und fragte gleich dananch: "darf ich nochmals?"
Nachdem die Hunde gewässert wurden, konnte sich die Familie bei Kaffee und Tee beim Cheminée im gemütlichen Keller aufwärmen. Florian servierte selbstgemachte Potetkaker und Lapper (Kartoffel-Crèpes und Pfannkuchen) und Odd erzählte über die Kultur, die Geografie und die Geschichte von Sirdal.
Nach der Stärkung ging ich nochmals mit den Kindern raus um den Hunden "auf Wiedersehen" zu sagen. Die Kinder konnten sich kaum noch trennen von ihren "neuen" Freunden und fragten beim rausgehen gleich: "Papa, können wir morgen wieder her kommen?"

Liebe Grüsse und eine schöne Vorweihnachtszeit aus dem weissen Norden
Eliane und die ganze Gang!

Donnerstag, 3. Dezember 2009

Hundeschlittentour im Vollmondschein


Am 30.11. um 22.30 Uhr, als ich vom Spätdienst nach Hause kam, waren Auto und Anhänger bereits vollgepackt mit Schlitten und Hunden. Ich musste mich nur noch in die warmen Kleider stürzen und dann konnte es losgehen. Odd Kvinen, Florian und ich wollten uns bei einer Hundeschlittenfahrt im herrlichen Vollmondlicht von den stressigen letzten Wochen erholen.
Kurz vor Mitternacht wurde der einsame, verschneite Weg im Naturschutzgebiet mit Bellen und Heulen erfüllt. Die Schlitten waren in Startposition und die Hunde konnten es kaum erwarten bis wir ebenfalls bereit waren. Warme Mütze und Handschuhe anziehen...der Lärm der Hunde wird immer lauter, sie rucken und ziehen am noch befestigten Schlitten und plötzlich war es ruhig. Das einzige Geräusch, das wir noch hören konnten war das gleiten des Schlittens, das regelmässige Hächeln der Hunde und das Knirschen der Pfoten im Neuschnee.
Der Himmel war so klar und hell, wir brauchten keine Lichter oder Taschenlampen. Wir erkannten jeden Stein und jede Spur von den anderen Tiere in dieser Region. Die frische und reine Luft, die Ruhe und die Einsamkeit, die Schmeidigkeit und Kraft der Schlittenhunde - ein unglaublicher Moment.
Da gab es kein Platz für negative Gedanken, Stress oder Sorgen, nur das Gegenteil, Entspannen, Geniessen, Freude und Freiheit.
Wir waren ein Team mit den Hunden, vereint und voller gegenseitigem Vertrauen.
Nach zwei Stunden waren wir wieder auf dem Nachhauseweg. Keiner von uns redete viel, vielleicht waren wir langsam ein bisschen müde, oder wir waren einfach alle drei nochmals still am geniessen, denn in unseren Gesichtern konnte man Zufriedenheit und Dankbarkeit erkennen.
Dieser "kleine" Ausflug mitten in der Nacht war ein rieser Erfolg und vielleicht auch ein gutes Rezept, gegen alle Arten von (Vorweihnachts-)Stress.

Die geniesser Florian und Eliane