Am 30.11. um 22.30 Uhr, als ich vom Spätdienst nach Hause kam, waren Auto und Anhänger bereits vollgepackt mit Schlitten und Hunden. Ich musste mich nur noch in die warmen Kleider stürzen und dann konnte es losgehen. Odd Kvinen, Florian und ich wollten uns bei einer Hundeschlittenfahrt im herrlichen Vollmondlicht von den stressigen letzten Wochen erholen.
Kurz vor Mitternacht wurde der einsame, verschneite Weg im Naturschutzgebiet mit Bellen und Heulen erfüllt. Die Schlitten waren in Startposition und die Hunde konnten es kaum erwarten bis wir ebenfalls bereit waren. Warme Mütze und Handschuhe anziehen...der Lärm der Hunde wird immer lauter, sie rucken und ziehen am noch befestigten Schlitten und plötzlich war es ruhig. Das einzige Geräusch, das wir noch hören konnten war das gleiten des Schlittens, das regelmässige Hächeln der Hunde und das Knirschen der Pfoten im Neuschnee.
Der Himmel war so klar und hell, wir brauchten keine Lichter oder Taschenlampen. Wir erkannten jeden Stein und jede Spur von den anderen Tiere in dieser Region. Die frische und reine Luft, die Ruhe und die Einsamkeit, die Schmeidigkeit und Kraft der Schlittenhunde - ein unglaublicher Moment.
Da gab es kein Platz für negative Gedanken, Stress oder Sorgen, nur das Gegenteil, Entspannen, Geniessen, Freude und Freiheit.
Wir waren ein Team mit den Hunden, vereint und voller gegenseitigem Vertrauen.
Nach zwei Stunden waren wir wieder auf dem Nachhauseweg. Keiner von uns redete viel, vielleicht waren wir langsam ein bisschen müde, oder wir waren einfach alle drei nochmals still am geniessen, denn in unseren Gesichtern konnte man Zufriedenheit und Dankbarkeit erkennen.
Dieser "kleine" Ausflug mitten in der Nacht war ein rieser Erfolg und vielleicht auch ein gutes Rezept, gegen alle Arten von (Vorweihnachts-)Stress.
Die geniesser Florian und Eliane
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