Nun ist es bald eine Woche her, seit wir die Koffern und den Lastwagen gepackt, das Haus geputzt und Abschiedstränen weggewischt haben. Eine Woche, in der wir schon vieles erlebt haben!Am Montagabend um 18 Uhr sind wir Richtung Norden losgefahren, unser erstes Ziel war Lörrach, das Terminal vom Autoreisezug. Nachdem die Autos verladen waren machten wir uns auf die Suche nach unserem Schlafabteil. Wir fanden schnell heraus, dass es einer gewissen Organisation bedarf, dieses Abteil zu betreten, denn es hatte nur eine Person stehend platz und wir waren ja bekanntlich zu zweit, respektive mit den Hunden zu viert unterwegs…
Florian baute dann kurzerhand das erste Bett auf, während ich mit den Hunden im Korridor wartete. So bekamen die Hunde jede menge Streicheleinheiten von den anderen Reisenden und wir etwas mehr Platz für uns und unser Tagesgepäck.
Endlich konnten wir etwas entspannen. Die Hunde waren ruhig und dank dem Stewart, der uns zweimal bescheid gab, dass wir kurz mit den beiden raus konnten, verlief die Nacht ohne Zwischenfälle.
Am Dienstag Morgen fanden wir ohne Probleme vom Hamburger Zentrum auf die Autobahn und um 12.30 Uhr haben wir in Dänemark sogar unser Hab und Gut eingeholt. Zusammen mit Stefan, der unsere Möbel nach Norwegen fuhr, assen wir Zmittag und fuhren dann im Konvoi bis zur Fähre in Hirtshals.Nachdem wir endlich wussten wo wir welche Tickets beziehen mussten und welchen Stempel wir wo bekamen, konnten wir uns zuforderst in der Reihe einordnen. Nun hatten wir genügend Zeit uns im kleinen Städtchen ein gutes Znacht beim Italiener zu gönnen.
Mit etwas Verspätung konnten wir unsere Autos auf die Fähre verladen und im mehr oder weniger regelmässigem Geschaukel ein bisschen schlafen.
Um 0.30 in der Nacht auf Mittwoch waren wir nun endlich in Norwegen. Nachdem alle Zollformalitäten ohne Probleme verliefen machten wir uns an die letzten Kilometer.Im Konvoi brauchten wir für die sonst dreistündige Fahrt leider etwas länger, vor allem da wir vergeblich nach einer in der Nacht geöffneten Tankstelle ausschau hielten und so mussten wir ca. 15 min. vor dem Ziel eine 45 min. Pause einlegen (der Fahrtenschreiber im Lastwagen ist nicht bestechbar…) .
Um 5 Uhr waren wir dann endlich auf der Huskyfarm, wo wir mit einer herzlichen Karte und Blumen auf dem Nachttischchen willkommen geheissen wurden. Die wenigen Stunden Schlaf in einem normalen Bett waren herrlich bis uns der Wecker um 7.30 wieder weiter trieb. Kurz darauf bekamen wir einen Anruf von Odd, dem Besitzer der Farm und unserem zukünftigen Partner, dass bei ihm im Haus das Frühstück auf uns warte. Gestärkt mit Eier und Speck machten wir uns auf, den Lastwagen abzuladen. Nach nur 30 Min war alles in unserem Zwischenlager verstaut, so mussten wir nur noch Diesel organisieren, damit unser Chauffeur auch wieder nach Hause kam.
Am Donnerstag konnten wir schon diverse wichtige Sachen erledigen, wir waren z.B. im Sirdalsheim, meinem zukünftigen Arbeitsort, wo ich eine Arbeitsbestätigung erhielt. Danach ging es weiter auf den Polizeiposten für die Aufenthalts- und Arbeitsbewilligung und zur Bank / Versicherung um erste Informationen einzuholen.
Am Freitagvormittag bauten wir den Hundegarten für Chicco und Mira fertig, damit auch sie endlich wieder ein Zuhause haben und danach kochte Florian Elchsuppe für unsere ersten Gäste, eine Jungbauernvereinigung aus dem Nachbarkanton, das heisst ca. 35 junge, unternehmenslustige Gäste. Diese kamen um ca. 17 Uhr, hatten div. Aktivitäten wie Telefonmastklettern und Tontaubenschiessen, assen Znacht und verweilten noch ein bisschen in der Sauna und im Hotpot – ein gelungener Anlass.
Am Samstag ging es dann auch gleich weiter mit den nächsten Gästen, eine Ehepaar aus dem Nachbardorf feierte ihre goldene Hochzeit mit der ganzen Familie bei herrlichem Rentierbraten mit Gemüse und Kartoffeln. 20 zufriedene Menschen von Jung bis Alt die uns kräftig lobten. So macht die Arbeit hier in Sirdal wirklich spass!
Heute, am Sonntag, konnte Florian mithelfen, den ersten erjagten Elch zu zerlegen. Am Nachmittag wurden dann alle alten Möbel aus unserem zukünftigen Zuhause rausgetragen und verbrannt / entsorgt, damit wir dann nächste Woche einziehen können.Es wurde uns also noch keine Minute langweilig. Ganz im Gegenteil…
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen